KZV U92 "Edle Rasse" Süderbrarup und Umgebung e. V.
Kaninchen

Die Kaninchenausstellung

Den Höhepunkt eines Zuchtjahres, die Ausstellungssaison, bezeichnet der Rassekaninchenzüchter gern als „Erntezeit“. Sie präsentieren ihre Kaninchen und vergleichen ihren Zuchtstand mit anderen. Die Ausstellungen reichen von Vereinsschauen bis zu den Bundesschauen mit bis zu 30.000 Tieren. Preisrichter(besser eigentlich Zuchtrichter) bewerten anhand rassespezifischer Kriterien den züchterischen Wert eines jeden einzelnen Kaninchens. Außerdem wird auch auf den Aspekt „Pflegezustand“ geachtet. Sollte ein Tier schmutzig oder gar verwahrlost sein, würde der Züchter für seine Nachlässigkeit bestraft.

 

Im „Standard für die Beurteilung der Rassekaninchen und Erzeugnisse“ sind die Richtlinien zum Idealbild der jeweiligen Rasse festgelegt. Ein Tier kann bei einer Bewertung max. 100 Pkt. erreichen. Das kommt in der Praxis nicht vor(schade eigentlich). Als großer Erfolg ist eine Punktzahl von 97 Pkt. zu sehen. Dieses Ergebnis wird durchaus häufiger vergeben. Alles darüber hinaus ist schon sehr selten.

 

Jedes Tier wird vor seiner Bewertung gewogen. Die Spielräume des Gewichts sind für jede Rasse genau vorgegeben.

 

Zuträger sind dafür verantwortlich, den Preisrichtern die Tiere zum Bewertungstisch zu bringen und anschließend in die Ausstellungskäfige zurück zu tragen. Das Tier wird von allen Seiten begutachtet. Auch das Drehen auf den Rücken ist erforderlich, um zu sehen, ob z.B. die Krallen in Ordnung sind. Alle Feststellungen und Beurteilungen werden auf den Bewertungskarten festgehalten, so dass eine genaue Dokumentation gewährleistet ist.

 

Am Kopf der Bewertungskarte sind zuerst Käfignummer, Rasse und Geschlecht des Kaninchens angegeben. Außerdem ist die Tätowierung des Tieres notiert (siehe hierzu Kennzeichnung der Kaninchen). Im Mittelteil der Karte werden die Ergebnisse dokumentiert. Die Positionen 1 (Gewicht), 2 (Körperform, Typ und Bau), 3 (Fellhaar) und 7 (Pflegezustand) sind bei allen Rassen gleich belegt. Die Positionen 4 bis 6 sind mit rassespezifischen Merkmalen verknüpft. Am Fuß der Bewertungskarte sind der Ausstellungsleiter und der Preisrichter vermerkt. Der Preisrichter muss die Karte zudem unterzeichnen. Sollte ein Tier die 97 Pkt. oder mehr erreichen, oder wegen schwerer Fehler als nicht befriedigend eingestuft werden, wird ein zweiter Preisrichter hinzugezogen und die Karte gemeinsam unterschrieben.

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